Neuauflage der „Portale“ im Olms-Verlag erschienen

Niederlande sind Gastland des Bibliothekskongresses 2019

Vom Buchlieferanten zum europäischen Player der Bibliotheksbranche

70 Jahre an der Seite der Bibliotheken: ekz.bibliotheksservice GmbH feiert Geburtstag mit Fachtagung und Hausmesse „Inspirationen“

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Referenten und Gastgeber bei der Fachtagung und Hausmesse „Inspirationen“

 

Mit einer Gründungsversammlung im Reutlinger Gasthof „Ringelbach“ im Februar 1947 begann die ekz-Erfolgsgeschichte. Fast auf den Tag genau sieben Jahrzehnte später trafen sich über 200 Gäste aus der Bibliothekswelt zum Geburtstagsfest in der Firmenzentrale der ekz.bibliotheksservice GmbH in der Reutlinger Bismarckstraße. Die Besucher der Fachtagung und Hausmesse „Inspirationen 2017“ nutzten die Gelegenheit nicht nur zum Gratulieren, sondern nahmen auch wertvolle Anregungen für ihre Bibliotheksarbeit mit nach Hause.

Wie können Bibliotheken in Zeiten des Wandels ihre gesellschaftliche Relevanz untermauern und ausbauen? Der niederländische Architekt und International Creative Guide Aat Vos plädierte in seinem Vortrag über Innenraumgestaltung dafür, dass Bibliotheken ein Dritter Ort für alle werden: „Es geht mehr und mehr um den Kontext und nicht nur um den Inhalt, wenn es zur Entwicklung eines relevanten Dritten Ortes für alle kommt.“ Dies sei eine sehr inspirierende und positive Nachricht für alle Bibliotheken weltweit und eröffne neue Perspektiven.

Weiterhin eine Herausforderung für Bibliotheken bleibt das Medienangebot. Heute stellt sich immer öfter die Frage: Print oder digital? Der Leiter Media der Unternehmensberatung Deloitte, Klaus Böhm, präsentierte die Ergebnisse des Deloitte Media Survey 2016. Böhm machte deutlich, dass es bei der Mediennutzung in Deutschland bislang keine Umwälzung gab und diese auch in naher Zukunft nicht zu erwarten sei. Die Folgen der Digitalisierung würden zwar auch bei den Medien spürbar, die Verbraucher jedoch nutzten weiterhin intensiv traditionelle Angebote wie gedruckte Zeitungen und lineares Programmfernsehen. Die neuen Dienste seien dennoch auf dem Vormarsch. Die Akzeptanz digitaler Formate sinkt in älteren Zielgruppen dabei je nach Medium in unterschiedlichem Maß.

Nach wie vor wünschen sich Bürgerinnen und Bürgern von Bibliotheken vor allem eine große Medienvielfalt, dies belegt die Allensbach-Studie „Die Zukunft der Bibliotheken in Deutschland“ von 2016: 76 Prozent der Befragten möchten vor allem ein umfangreiches Angebot an Büchern, E-Books, Zeitschriften, Musik und Filmen; 70 Prozent legen Wert auf eine gute fachliche Beratung durch geschultes Personal. Nahezu ebenso viele, 71 Prozent, halten eine angenehme Atmosphäre für sehr wichtig.

Weg von der „Ausleihstation“ hin zur Bibliothekslandschaft mit Erlebnischarakter – das ist heute in vielen Einrichtungen schon Realität. Dieser Wandel spiegelt sich auch in der Entwicklung des führenden europäischen Dienstleisters für Bibliotheken. Barbara Lison, Direktorin der Stadtbibliothek Bremen und Mitglied im ekz-Aufsichtsrat, betonte in ihrem Festvortrag die besondere „DNA“, die die ekz auf dem deutschen und auch europäischen Bibliotheksmarkt so erfolgreich und einzigartig macht: Die Entwicklungslinien reichen vom reinen Buchverkauf mit Spezialeinbänden für Bibliotheken hin zum Komplettanbieter in allen relevanten Dienstleistungsbereichen, „vom nationalen Anbieter zu einem europäischen Player“. Ihr Fazit lautete: „Wenn es die ekz nicht gäbe, müsste man sie erfinden.“

Einen anderen Blick auf den Reutlinger Dienstleister warf Prof. Dr. Manfred Pollanz, Unternehmensberater und Lehrender an der Hochschule Konstanz sowie ebenfalls Mitglied im ekz-Aufsichtsrat: Handelt es sich um einen „typischen Mittelständler“ aus Schwaben oder um ein ganz besonderes Unternehmen? Ausgehend von der Labyrinth-Metapher und der besonderen kulturspezifischen Dimension des Mediums Buch veranschaulichte er, wie durch die Digitalisierung getriebene, innovative und integrierte Lösungskonzepte der ekz zur Bibliotheksentwicklung gewissermaßen wie ein Spiegel wirken. Dieser reflektiere einerseits den fundamentalen Wandel in der Bibliothekslandschaft, andererseits aber auch die konsequente Entwicklung der ekz hin zu einem technologiebasierten Full-Service-Anbieter.

Wie umfassend und besonders die Anforderungen an einen Bibliotheksdienstleister sind, wurde auch auf der die Fachvorträge begleitenden Hausmesse deutlich. Alle Unternehmen der ekz-Gruppe waren mit eigenen Ständen vertreten, an denen sie ihre aktuellen Lösungen für Bibliotheken vorstellten.

So zeigte die neue ekz-Möbelserie „SichtBar“, dass Medienpräsentation außergewöhnlich wandlungsfähig und auffallend sein kann. Die Fragen der Teilnehmer zum neuen internationalen Regelwerk RDA (Resource Description and Access) beantworteten Fachleute der Abteilung Bibliothekarische Dienste an einem speziellen „RDA Information Point“ und auch zum effizienten Bestandsaufbau mit den neuen Approval Plans war Näheres zu erfahren.

Kinder schon früh für die Bibliothek zu begeistern, das gelingt vor Ort mit den vorgestellten interaktiven Spielsystemen oder mobil und digital mit der beliebten Kinderbuch-App TigerBooks, die Bibliotheken dank der divibib in ihr Angebot integrieren können. Lebenslanges Lernen unterstützen Bibliotheken heute mit dem E-Learning-Programm in der Onleihe.

Ein gehostetes Bibliotheksmanagementsystem, einen umfangreichen Datenpool sowie ein leistungsstarkes Discoverysystem bietet das jüngste Mitglied der ekz-Gruppe, LMSCloud. Zwei Neuheiten von EasyCheck erleichtern die praktische Bibliotheksarbeit: Der „Tablet-Butler“ zur automatischen Ausleihe von Mobilcomputern und ein zuverlässiges mobiles RFID-Handlesegerät für die komfortable Inventur. Seine robusten und platzsparenden Nonbookverpackungen präsentierte NORIS. Die Auszubildenden der ekz haben in ihrer Juniorenfirma biblioquest neue Produkte für die jüngsten Bibliotheksfans zusammengestellt. Dazu gehören verschiedene Puzzles und Lernspiele, aber auch praktische Aufbewahrungsmöbel.

Vom Lieferanten zum Partner für ganzheitliche Lösungen – diese Entwicklung der ekz wurde an ihrem 70. Geburtstag gerade in der Bandbreite ihrer Produkte und Dienstleistungen, aber auch durch die Fachvorträge deutlich.

Weitere Informationen sowie aktuelle Fotos von der Veranstaltung finden Sie auch auf Facebook, Flickr und unter http://inspirationen.ekz.de

Ihr Ansprechpartner:
Andreas Mittrowann
Bibliothekarischer Direktor
ekz.bibliotheksservice GmbH
Telefon 07121 144-111
Andreas.Mittrowann@ekz.de

Fotos von der Verleihung der Karl-Preusker-Medaille 2016

 

Festakt zur Verleihung der Karl-Preusker-Medaille im Zeughaus Wismar

Die Karl-Preusker-Medaille 2016 wurde gestern im Zeughaus Wismar an den Bürgermeister der Hansestadt Wismar, Thomas Beyer, verliehen. In einem Festakt würdigte Bibliothek und Information Deutschland das Engagement des Kommunalpolitikers und langjährigen Vorsitzenden des dbv-Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern. Die Laudatio hielt Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig.

Die Ministerin, die Thomas Beyer bereits aus ihrer Zeit als Kommunalpolitikerin kennt, wunderte sich in ihrer Laudatio, dass mit Thomas Beyer der erste Kommunalpolitiker überhaupt mit der Medaille ausgezeichnet wird, da es gerade in den Kommunen sehr viele engagierte Fürsprecher für Bibliotheken gäbe.
Ein herausragender Vertreter sei Thomas Beyer, der mit seinem Bibliotheksentwicklungskonzept und mit dem Onleihe-Verbund, dem mittlerweile mehr als 30 Bibliotheken angehören, eine zukunftsgerichtete Bibliotheksinfrastruktur für Mecklenburg-Vorpommern auf den Weg gebracht habe.
Ein Engagement für Bibliotheken und Bücher sei immer auch ein Engagement für soziale Gerechtigkeit und ein Engagement für Kinder, so die Ministerin.
Als Lesepate der Stiftung Lesen und als Begründer der Sommer-Leseclubs in Mecklenburg-Vorpommern habe sich Thomas Beyer in besonderer Weise für Kinder eingesetzt, wofür ihm die Ministerin persönlich dankte.

BID-Präsident Dr. Heinz-Jürgen Lorenzen betonte bei der Übergabe der Medaille unter welch schwierigen Rahmenbedingungen sich Thomas Beyer für den Erhalt kommunaler Bibliotheken eingesetzt habe. Auch die länderübergreifende Zusammenarbeit mit den Bibliotheken Westpommerns in Polen habe er wiederbelebt.

Sichtlich gerührt bedankte sich Thomas Beyer für die Auszeichnung, die eigentlich dem gesamten Landesverband gelte, der mit ihm in den letzten Jahren sehr engagiert zusammengearbeitet hatte.
Bibliotheken seien für ihn auch als reale Orte Kristallisationspunkte für Bildung – und zwar Bildung für alle als nierigschwelliges Angebot.

Dass dieses Konzept in der ebenfalls im Zeughaus beheimateten Stadtbibliothek Wismar bereits verwirklicht ist, wurde beim Bibliotheksrundgang mit Bibliotheksleiterin Uta Mach deutlich. In den Konferenzsälen des beeindruckenden historischen Dachgeschosses des Zeughauses fanden gerade Konversationskurse mit Geflüchteten statt. Deren Wunsch nach mehr Gelegenheit zum Sprechtraining war die Bibliothek ohne Zögern nachgekommen.

Der Festakt im historischen Veranstaltungssaal des Zeughauses wurde musikalisch begleitet von drei Musikerinnen der städtischen Musikschule, die Werke aus dem Barock von Giuseppe Sammartini und Giovanni Battista Fontana für Blockflöte und Cembalo zu Gehör brachten.

>>> zum Wortlaut der Laudatio

>>> zum Wortlaut der Dankesrede

 

Präsident Barack Obama schickt Grußadresse zum 82. IFLA-Weltkongress in Columbus/Ohio

Vom 13. bis 19. August 2016 findet in Columbus/Ohio der 82. IFLA World Library and Information Congress unter dem Motto „Connections. Collaboration. Community“ statt. Präsident Barack Obama hat anlässlich der Eröffnung des Kongresses das folgende Grußwort geschickt:

14 August 2016

From the Annual Conference

Message from US President Barack Obama

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Washington

August 5, 2016

President Barack ObamaPresident Barack Obama

As you come together from across the globe and the United States around the importance of librarianship and information services, it is my pleasure to extend my warmest regards.

Our collective knowledge—borne out of centuries of inquiry and labor, and more interconnected and within reach today than ever before—represents the foundation of economic, cultural, and social progress made by generations of our peoples. This event reminds us of our duty, as an international community, to shape a future in which all people can fully and freely access and contribute to the great, living bank of accumulated information we share as citizens of the world. As long as we endeavor to protect and expand this access—from addressing the barriers of censorship and suppression to fighting the forces of exclusion—we can bring about a future in which every person is freer and in which all our societies are more vibrant and defined by greater possibility.

You have my very best for a wonderful time in Columbus and an outstanding event.

President Barack Obama

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Ausschreibung „Librarian in Residence“ 2016: Bibliotheksangebote für Flüchtlinge

Im Rahmen des Programmes „Librarian in Residence“ vergeben das Goethe-Institut New York und Bibliothek & Information International (BII) ein Stipendium an eine deutsche Expertin oder einen Experten für einen dreiwöchigen Fachaufenthalt in den USA. In diesem Jahr soll es im Rahmen der Residenz um Bibliotheksangebote für Flüchtlinge gehen.

Ziel des Programmes ist es, einen Einblick in innovative Projekte in den USA zu erhalten, Informationen und Erfahrungen auszutauschen und von gelungenen Beispielen zu lernen.
Weitere Informationen zu diesem Residenzprogramm finden Sie auf den Seiten des Goethe-Instituts New York.

Bewerbungsschluss ist der 10. Juni 2016.

Digitale deutschsprachige Medien weltweit ausleihen

In Ankara möchte ein Vater seinen Kindern zum Einschlafen ein Hörbuch mit deutschen Märchen vorspielen. In Hanoi will ein Leser nicht auf die Ankunft des aktuellen Spiegel-Magazins warten, sondern die neue Ausgabe gleich nach Erscheinen lesen. In Bratislava sitzt eine Frau abends hungrig in der Küche und möchte schwäbische Maultaschen zubereiten. Wer im Ausland digitale deutschsprachige Medien nutzen möchte, kann dies über die Onleihe des Goethe-Instituts tun. Dort findet man mehr als 8500 eBooks, eAudios, ePaper, eMagazine, und eVideos.
Weitere Informationen zur Onleihe des Goethe-Instituts finden Sie unter http://www.goethe.de/onleihe.

Einfach Lesen! Ein Workshop zur Vermittlung von Kinderbüchern in arabischer Übersetzung

Gemeinsam haben das Goethe-Institut, die Bibliothek am Luisenbad sowie der Deutsche Bibliotheksverband mit seinen Kommissionen Interkulturelle Bibliotheksarbeit und Kinder- und Jugendbibliotheken den Workshop Einfach Lesen! initiiert und organisiert. Dieser richtet sich an Bibliotheksmitarbeiterinnen und -mitarbeiter aus Kinder-und Jugendbibliotheken sowie Ehrenamtliche, die sich in der Arbeit mit geflüchteten Kindern engagieren. Im Rahmen des Workshops soll es darum gehen, Projektideen und Konzepte für zielgruppengerechte Leseförderung auszutauschen. Darüber hinaus sollen anhand eines Buchpakets mit 20 deutschsprachigen Kinder- und Jugendbuchtiteln in arabischer Übersetzung Ideen entwickelt werden, wie geflüchteten Kindern Bücher, Bilder und Geschichten vermittelt werden können.

Der Workshop findet am 17. Juni 2016 in Berlin statt. Details zur Anmeldung entnehmen Sie bitte der Website des dbv. Die Teilnahme ist dank der großzügigen Unterstützung der Japan Art Association kostenlos. Die Teilnehmerzahl ist auf 60 beschränkt.

Kongress-App jetzt verfügbar

Die App zum 6. Bibliothekskongress ist jetzt in allen Stores verfügbar und kann heruntergeladen werden. Näheres dazu finden Sie auf der Kongress-Website unter „Aktuelles“.

Mit der App haben Sie den idealen Begleiter für Ihren Kongressbesuch in der Hand und erhalten alles Wissenswerte im Taschenformat. Alle Informationen zum Kongress allgemein, zum gesamten Programm, zu Sprechern und zu Ausstellern sowie verschiedene multimediale Features sind damit stets nur einen Fingerklick weit von Ihnen entfernt.

• Informieren Sie sich über alle Sitzungen und Präsentationen und erstellen Sie sich Ihren persönlichen Kongressplan.
• Halten Sie all Ihre Notizen und Lesezeichen in „Mein Kongress“ fest und senden Sie sich Ihre Bild-, Ton- oder Textnotizen direkt per Email zu.
• Orientieren Sie sich vor Ort mit Karten und lassen Sie sich anzeigen, wo welcher Raum oder Ausstellungsstand zu finden ist.
• Lernen Sie die Aussteller und Partner des Kongresses kennen und erfahren Sie wann welcher Referent beim Kongress spricht.
• Machen Sie ein Selfie und teilen Sie Ihren Kongressbesuch mit Freunden, Bekannten und Kollegen über die App.
• Erstellen Sie sich eine Kongress-Visitenkarte und kommen Sie über das Netzwerk mit anderen Teilnehmern in Kontakt.

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