Monatliches Archiv: März 2014

Frankreich: Projektbezogene bibliothekarische Fachaufenthalte für 2015 ausgeschrieben

Die Bibliothèque publique d’information (Bpi) – Bibliothèque Centre Pompidou fördert projektbasierte Praktika und Hospitanzen im Rahmen des Programms “Berufsfeld Kultur”.

Das von der Bpi organisierte Besuchsprogramm richtet sich an ausländische Bibliothekarinnen und Bibliothekare, die in Kultureinrichtungen tätig sind. Der Aufenthalt soll nicht nur der persönlichen beruflichen Fortbildung dienen, sondern es sollen auch nachhaltige Kooperationen zwischen der Bpi und den Herkunftseinrichtungen der Geförderten entstehen.

Die Aufenthalte finden je nach Projektinhalt in der Bibliothèque Centre Pompidou selbst oder in einer anderen Bibliothek in Frankreich statt.

Bewerbungen für das kommende Jahr müssen vor dem 30. Juni 2014 eingereicht werden.
Weitere Informationen auf deutsch finden Sie im Bibliotheksportal unter http://tinyurl.com/nuoqwab, Informationen auf französisch auf der Seite der Bpi unter http://tinyurl.com/bs63k47.

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„Sehr gelungen, lebendig und auf hohem Niveau“: Konferenz „Chancen 2014“ beeindruckt Teilnehmer

"Chancen 2014": Veranstalter und Referenten (Foto: ekz)

„Chancen 2014“: Veranstalter und Referenten (Foto: ekz)

Innovativ, inspirierend und ideengebend – bei der Konferenz „Chancen 2014: Erfolgsfaktor Bibliotheksstrategie“ am 20. Februar 2014 in Berlin, die der Deutsche Bibliotheksverband (dbv), der Berufsverband Information Bibliothek (BIB) und die ekz.bibliotheksservice GmbH gemeinsam veranstalteten, standen neben Fachvorträgen aus der Bibliothekswelt auch der aktive Austausch in einem World-Café zur Entwicklung von Bibliotheksstrategien auf dem Programm.

Gesellschaftliche und technologische Entwicklungen fordern öffentliche Bibliotheken heraus. Wie soll sich die einzelne Bibliothek vor Ort positionieren? Können lokale, regionale oder nationale Strategien bei der Zukunftssicherung helfen? Welche Aspekte müssen Bibliotheken bei ihrer Strategie berücksichtigen? Um Antworten auf diese Fragen ging es bei der Konferenz „Chancen 2014: Erfolgsfaktor Bibliotheksstrategie“ am 20. Februar 2014 in Berlin, die der Deutsche Bibliotheksverband e. V. (dbv), der Berufsverband Information Bibliothek e. V. (BiB) und die ekz.bibliotheksservice GmbH veranstalteten. Rund 180 Gäste aus Deutschland, Schweden und der Schweiz waren zu dieser eintägigen Veranstaltung ins Berliner Ellington Hotel gekommen.

Zum Markenzeichen wurde die Konferenzreihe „Chancen“, die alle zwei Jahre stattfindet, durch die ausgewogene Balance zwischen Information und Praxis. So gab es diesmal neben Vorträgen von Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Politik und der internationalen Fachwelt einen interaktiven Baustein mit der erfolgreichen World-Café-Methode. Dabei formulierten die Teilnehmer in verschiedenen Gruppen und an wechselnden Tischen nicht nur Ziele für eine individuelle Bibliotheksstrategie, sondern konnten bereits Ansätze für die eigene Umsetzung mit nach Hause nehmen.

Der Vortrag von Chefredakteur Christoph Seeger (Harvard Business Manager) machte anhand der Unternehmen Encyclopedia Britannica, Burberry und Harvard Business Manager deutlich, wie sich Bibliotheken von Unternehmen inspirieren lassen können, die mit einer strategischen Neuausrichtung erfolgreich Krisen bewältigt haben. Einen konkreten Rahmen für nachhaltigen Bibliothekserfolg entwarfen am Beispiel Schleswig-Holsteins Dr. Heinz-Jürgen Lorenzen, Direktor der Büchereizentrale Schleswig-Holstein und Präsident des bibliothekarischen Dachverbandes BID sowie Rolf Teucher, ehemaliger Bürgermeister der Stadt Rendsburg. Zentrale Rollen spielten hierbei ein strategischer Entwicklungsplan, das geplante Bibliotheksgesetz für das nördlichste Bundesland sowie die notwendige Lobbyarbeit für die Politik. Inga Lundén, Direktorin der Stockholmer Stadtbibliothek und Vorsitzende des schwedischen Bibliotheksverbands, zeigte anhand des bereits dritten Strategieplanes ihres Hauses, wie eine konsequente Zielausrichtung, das Programm „Stockholm City Vision 2030“ und Themen wie Lernen und Erleben in der Bibliothek eine ideenreiche Verbindung eingehen.

„Eine überzeugende Veranstaltung, die ihren Anspruch durch anregende Referenten und die innovative World-Café-Methode voll eingelöst hat“, so Barbara Brockamp, Leiterin der Stadtbibliothek Minden. Direktorin Hannelore Vogt von der Stadtbibliothek Köln fügt an: „Die Veranstaltung war wieder ein toller Erfolg. Obwohl ich schon viel zum Thema weiß, konnte ich neue und inspirierende Gedanken mitnehmen. DANKE.“ „Für mich als Kulturdezernent die perfekte Gelegenheit, einen tieferen Einblick in die aktuelle Fachdiskussion bei den Bibliotheken zu gewinnen“, ergänzte Walter Neuling von der Bezirksregierung Detmold. Dass es nicht nur bei der Strategiebildung bleiben darf, unterstrich die Landtagsabgeordnete Verena Wicke-Scheil (Bündnis 90/Die Grünen) aus Sachsen-Anhalt eindrucksvoll in ihrem Resümee: „Die Veranstaltung fand ich sehr gelungen, lebendig, auf hohem Niveau und sehr anregend, auch für meine parlamentarische Arbeit. Wenn Bibliotheken in Zukunft erfolgreich sein wollen, dann müssen sie allerdings viel offensiver auftreten!“

Weitere Informationen zu den Konferenz-Themen und zum World Café lesen Sie im Blog zur Konferenz http://chancen2014.wordpress.com sowie unter http://chancen2014.ekz.de

Ihr Ansprechpartner:
Andreas Mittrowann
Telefon 07121 144-111
Andreas.Mittrowann@ekz.de

Librarian in Residence 2014: ab sofort Bewerbung möglich

Das Thema des Fachaufenthaltes in den USA ist in diesem Jahr: „Lobbying für E-Books in Öffentlichen Bibliotheken“

Das Programm ‚Librarian in Residence‘ wird seit 2008 vom Goethe-Institut New York und Bibliothek & Information International (BII), der für den internationalen Fachaustausch zuständigen Kommission von Bibliothek & Information Deutschland (BID), ausgeschrieben.

Während eines bis zu vierwöchigen Fachaufenthalts soll eine deutsche Kollegin/ein deutscher Kollege im Austausch mit US-BibliothekarInnen, Akteuren des Bibliothekverbandes sowie möglichst auch mit VertreterInnen von Verlagen die amerikanischen Erfahrungen eruieren und für das deutsche Publikum aufarbeiten. Außerdem sollen eventuelle Unterschiede zu den europäischen Positionen in diesem Kontext aufgezeigt werden.

Ziel ist es, das deutsche Fachpublikum für das Problemfeld der E-Books in Öffentlichen Bibliotheken zu sensibilisieren und Anregungen für die eigene Lobbyarbeit zu gewinnen.
Die/der Stipendiat/in wird während des Aufenthalts über Eindrücke und Erfahrungen im „Librarian in Residence“-Blog berichten.

Weitere Informationen und der Link zum Bewerbungsformular sind auf der Webseite des Goethe-Instituts New York zu finden: http://www.goethe.de/ins/us/ney/bib/sbi/lib/deindex.htm

Der Bewerbungsschluss ist verlängert bis zum 31. März 2014.