Monatliches Archiv: Juli 2015

Ausschreibung: BKM-Preis Kulturelle Bildung 2016

Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) vergibt 2016 zum achten Mal den Preis für Kulturelle Bildung. Ausgezeichnet werden drei herausragende Projekte der kulturellen Vermittlung, die bundesweit modellhaft und innovativ sind sowie nachhaltig wirken und bislang unterrepräsentierte Zielgruppen besonders berücksichtigen. Die drei Preisträger erhalten ein Preisgeld von jeweils 20.000 Euro. Bereits die Nominierung eines Projekts ist mit einem Anerkennungspreis in Höhe von jeweils 5.000 Euro verbunden.

Bibliotheken leisten mit ihren Initiativen zur Vermittlung und Förderung von Sprach-, Lese-, Literatur- und Medienkompetenz einen fundamentalen Beitrag zur kulturellen Bildung. Wir möchten Sie daher ausdrücklich ermutigen, sich um den Preis zu bewerben. Es werden Projekte mit außergewöhnlicher Qualität und Modellcharakter honoriert. Der künstlerische Aspekt steht dabei im Vordergrund, so dass nicht alle Leseförderprojekte in Frage kommen.

Bitte beachten Sie, dass eine Direktbewerbung bei der BKM nicht möglich ist. Vorschlagsberechtigt für den Bibliotheksbereich ist BID als Dachverband der Bibliotheksverbände.

Das Auswahlverfahren ist zweistufig. Eine Jury von BID wird drei begründete Vorschläge aus den eingesandten Bewerbungen auswählen und sie bei der BKM einreichen. Eine Fachjury bei der BKM nominiert anschließend zehn Projekte für die Endrunde.

Einsendeschluss für die Bewerbungen bei BID ist der 10. Oktober 2015. Die Preisverleihung wird voraussichtlich im Juni 2016 auf Schloss Genshagen bei Berlin stattfinden.

Alle Informationen zu den Teilnahmebedingungen sowie die Bewerbungsunterlagen finden Sie hier als Download.

Reichen Sie Ihre Bewerbung (ausschließlich auf dem elektronischen Vorschlagsformular) bis 10. Oktober 2015 per E-Mail bei Kathrin Hartmann hartmann@bibliotheksverband.de ein.
Frau Hartmann berät Sie auch im Vorfeld Ihrer Bewerbung telefonisch unter 030-6449899-15.

Dr. Ekaterina Genieva – Nachruf

Formuliert man Gedanken an Frau Dr. Ekaterina Genieva ist mir besonders in Erinnerung der Monat August 1991, denn die IFLA veranstaltete ihre weltweite Konferenz in Moskau und Frau Dr. Genieva war die Mitorganisatorin jener Konferenz, als am 19. August der Putsch gegen den damaligen Präsidenten Michail Gorbatschow ausgelöst wurde.

Bevor die IFLA begann, war sie inhaltlich schon beendet, weil statt Bibliotheksthemen nun Weltthemen auf der Agenda standen. Die Bibliothek für Ausländische Literatur, die Frau Dr. Ekaterina Genieva bis zu ihrem Tod geleitet hat, lag – und befindet sich auch heute noch – mitten auf der Achse zum Kreml – im Zentrum von Moskau, wo man die Auseinandersetzungen und Errichtung der Barrikaden vom Fenster aus beobachten konnte.

In dieser Situation sehe ich noch heute Frau Dr. Genieva mutig und couragiert handeln, da sie die Verantwortung übernahm, eine Sonderausgabe einer regierungsunabhängigen Zeitung drucken zu lassen, die aktuelle Informationen  gegen die Putschisten beinhaltete, um die junge Demokratie in der gerade untergegangenen Sowjetunion zu retten, was den Umständen entsprechend hätte tödlich enden können.

Wie man weiß, war das Ergebnis der damals dramatischen Situation, die die Welt in Atem hielt, dass die demokratischen Kräfte sich durchsetzen konnten und somit Frau Dr. Ekaterina Genieva noch jahrzehntelang bis zu ihrem Tod positiv auf uns wirkte, da sie für Toleranz, Menschenwürde und einer offenen Gesellschaft, insbesondere in den vergangenen Jahren, zum Synonym wurde.

Gestern konnten wir in Moskau persönlich von Frau Dr. Genieva Abschied nehmen.

Wir verbeugen uns vor einer außerordentlich mutigen Frau, die unter anderem 2014 dem Goethe-Institut Moskau den Aleksander-Men-Preis verlieh und stets eine gerngesehene Partnerin bei den deutschen Kulturinstitutionen war.

Für das Goethe-Institut, die Kolleginnen und Kollegen aus Moskau

„Bibliotheksräume – real und digital“: Call for Papers für den 6. Bibliothekskongress in Leipzig veröffentlicht

Vom 14. bis 17. März 2016 veranstaltet Bibliothek und Information Deutschland (BID) e.V. im Congress Center Leipzig den 6. Bibliothekskongress unter dem Motto „Bibliotheksräume – real und digital“. Die Vortragsanmeldung ist noch bis zum 11. September 2015 möglich.

Der Kongress, der zugleich der 105. Deutsche Bibliothekartag ist, lädt zur Auseinandersetzung mit aktuellen Problemen und wichtigen Zukunftsfragen des Bibliotheks- und Informationssektors ein. Bibliothekspolitik und Fragen des Bibliotheksmanagements spielen dabei ebenso eine Rolle wie die Organisation des Wissens und das Design von Wissensräumen.
Gastland des Kongresses 2016 sind die USA.

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