Festakt zur Verleihung der Karl-Preusker-Medaille an Prof. Dr. Konrad Umlauf

Verleihung der Karl-Preusker-Medaille an Prof. Dr. Konrad Umlauf im Grimm-Zentrum der UniversitŠtsbibliothek der Humbold-UniversitŠt zu Berlin. Der PreistrŠger: Prof. Dr. Konrad Umlauf

Foto: Katrin Neuhauser

Bei einem Festakt im Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum der Humboldt-Universität zu Berlin wurde Prof. Dr. Konrad Umlauf am 30. Oktober mit der Karl-Preusker-Medaille ausgezeichnet. Bibliothek und Information Deutschland würdigte damit seine herausragenden Leistungen als Bibliothekswissenschaftler und -praktiker. Die Laudatio hielt Prof. em. Birgit Dankert.
Die Laudatorin betonte, dass Professor Umlauf in seinem Handeln in und für Bibliotheken von einer kulturpolitischen Programmatik geleitet ist. Er versteht die öffentliche Bibliothek als „Instrument des mündigen Bürgers“, die durch ein professionelles Bestandsmanagement und die Evaluierbarkeit ihrer Qualität den Erwartungen und Wünschen ihrer Benutzer Rechnung tragen muss.
Umlauf selbst erprobte dieses Konzept zunächst an der Amerika-Gedenkbibliothek und dann, während seines „schwäbischen Jahrzehnts“ (1983-1992), als Leiter der Stadtbibliotheken Ludwigsburg und Heilbronn. Seit seiner Berufung zum Universitätsprofessor 1992 wirkte er als erfolgreicher Hochschullehrer und Fachautor von mehr als 400 Publikationen. Er sei, so Dankert, für die Bibliothekarinnen und Bibliothekare  in der Praxis, wie für die Wissenschaft und den bibliothekarischen Zukunftsdiskurs immer der „verlässliche Pionier“, der „bibliothekarische Frontmann“ gewesen.

Professor Umlauf zeichnete in seiner Dankesrede ein kühnes Zukunftsbild der Bibliothek: Sie werde als Einrichtung ihre feste räumliche Gefügtheit verlieren, sich in einem „fluiden“ räumlichen Zusammenhang mit anderen Institutionen wiederfinden. Auch der bibliothekarische Beruf werde seine Bindung an die Bibliothek zunehmend verlieren. Während früher die Dienstleistungen der Bibliothekare im Vordergrund standen, werden es in Zukunft die Aktivitäten der Nutzer sein. Diese wiederum werden ebenso voneinander lernen und leihen wie sie dies bisher in Bezug auf die Bibliothek taten. „Die Medien der eigenen Bibliothek“, so Umlauf, „werden keine dominante Rolle spielen, weil Medien noch stärker als heute omnipräsent und frei zugänglich sein werden. Benutzer werden mehr Medien untereinander leihen und tauschen als aus der Bibliothek beziehen.“ Die Einhaltung ethischer Grundsätze werde in diesem Szenario an Bedeutung gewinnen.

Ralph Deifel, Vorstandsmitglied des Deutschen Bibliotheksverbandes, stellte in seinem Grußwort neue Entwicklungen der Kampagne „Netzwerk Bibliothek“ des dbv vor. Auf der Deutschlandkarte der Kampagne sind mittlerweile 520 Bibliotheken mit digitalen Angeboten verzeichnet. Nutzerinnen und Nutzer können sich so ein Bild von den digitalen Services ihrer Bibliotheken vor Ort und überregional machen. Deifel zog eine positive Bilanz der diesjährigen Aktionswoche, die mit der Preisverleihung zu Ende ging.

Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von Anna Barbara Kastelewicz (Violine) und Uwe Streibel (Klavier), die Werke aus der Zeit des Barock zu Gehör brachten.

Verleihung der Karl-Preusker-Medaille an Prof. Dr. Konrad Umlauf im Grimm-Zentrum der UniversitŠtsbibliothek der Humbold-UniversitŠt zu Berlin. v.l. Dr. Heinz-JŸrgen Lorenzen, Prof. Dr. Konrad Umlauf, Prof. em. Birgit Dankert, Prof. Dr. Andreas Degkwitz, Ralph Deifel

v.l. Dr. Heinz-JŸrgen Lorenzen, Prof. Dr. Konrad Umlauf, Prof. em. Birgit Dankert, Prof. Dr. Andreas Degkwitz, Ralph Deifel                           Foto: Katrin Neuhauser

Chancen 2016

Am 28. Januar 2016 findet die Konferenz  „Chancen 2016: Bibliotheken meistern den Wandel“ in den Räumlichkeiten der Zentrale des Goethe-Instituts München statt. Der Eröffnungsvortrag wird von Glòria Pérez-Salmerón, der designierten Präsidentin der IFLA, gehalten.
Das Anmeldeformular und weitere Informationen zu den Vorträgen finden Sie unter http://chancen2016.ekz.de

Die Konferenz ist eine Kooperation zwischen der ekz.bibliotheksservice GmbH, dem Berufsverband Information und Bibliothek (BIB), dem Deutsche Bibliotheksverband (dbv), der Stadtbibliothek München und dem Goethe-Institut.

 

 

Professor Dr. Konrad Umlauf erhält die Karl-Preusker-Medaille 2015

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Bibliothek & Information Deutschland (BID) e.V., verleiht die Karl-Preusker-Medaille 2015 an den renommierten Bibliothekswissenschaftler und –praktiker Professor Dr. Konrad Umlauf, der am bibliothekswissenschaftlichen Institut der Humboldt-Universität zu Berlin lehrt.
Die Bundesvereinigung würdigt damit Umlaufs herausragende Kompetenz in Theorie und Praxis des Bibliotheks- und Informationssektors. Die Auszeichnung wird am 30. Oktober im Grimm-Zentrum in Berlin verliehen.

>>> zum Wortlaut der Pressemitteilung

Ausschreibung: BKM-Preis Kulturelle Bildung 2016

Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) vergibt 2016 zum achten Mal den Preis für Kulturelle Bildung. Ausgezeichnet werden drei herausragende Projekte der kulturellen Vermittlung, die bundesweit modellhaft und innovativ sind sowie nachhaltig wirken und bislang unterrepräsentierte Zielgruppen besonders berücksichtigen. Die drei Preisträger erhalten ein Preisgeld von jeweils 20.000 Euro. Bereits die Nominierung eines Projekts ist mit einem Anerkennungspreis in Höhe von jeweils 5.000 Euro verbunden.

Bibliotheken leisten mit ihren Initiativen zur Vermittlung und Förderung von Sprach-, Lese-, Literatur- und Medienkompetenz einen fundamentalen Beitrag zur kulturellen Bildung. Wir möchten Sie daher ausdrücklich ermutigen, sich um den Preis zu bewerben. Es werden Projekte mit außergewöhnlicher Qualität und Modellcharakter honoriert. Der künstlerische Aspekt steht dabei im Vordergrund, so dass nicht alle Leseförderprojekte in Frage kommen.

Bitte beachten Sie, dass eine Direktbewerbung bei der BKM nicht möglich ist. Vorschlagsberechtigt für den Bibliotheksbereich ist BID als Dachverband der Bibliotheksverbände.

Das Auswahlverfahren ist zweistufig. Eine Jury von BID wird drei begründete Vorschläge aus den eingesandten Bewerbungen auswählen und sie bei der BKM einreichen. Eine Fachjury bei der BKM nominiert anschließend zehn Projekte für die Endrunde.

Einsendeschluss für die Bewerbungen bei BID ist der 10. Oktober 2015. Die Preisverleihung wird voraussichtlich im Juni 2016 auf Schloss Genshagen bei Berlin stattfinden.

Alle Informationen zu den Teilnahmebedingungen sowie die Bewerbungsunterlagen finden Sie hier als Download.

Reichen Sie Ihre Bewerbung (ausschließlich auf dem elektronischen Vorschlagsformular) bis 10. Oktober 2015 per E-Mail bei Kathrin Hartmann hartmann@bibliotheksverband.de ein.
Frau Hartmann berät Sie auch im Vorfeld Ihrer Bewerbung telefonisch unter 030-6449899-15.

Dr. Ekaterina Genieva – Nachruf

Formuliert man Gedanken an Frau Dr. Ekaterina Genieva ist mir besonders in Erinnerung der Monat August 1991, denn die IFLA veranstaltete ihre weltweite Konferenz in Moskau und Frau Dr. Genieva war die Mitorganisatorin jener Konferenz, als am 19. August der Putsch gegen den damaligen Präsidenten Michail Gorbatschow ausgelöst wurde.

Bevor die IFLA begann, war sie inhaltlich schon beendet, weil statt Bibliotheksthemen nun Weltthemen auf der Agenda standen. Die Bibliothek für Ausländische Literatur, die Frau Dr. Ekaterina Genieva bis zu ihrem Tod geleitet hat, lag – und befindet sich auch heute noch – mitten auf der Achse zum Kreml – im Zentrum von Moskau, wo man die Auseinandersetzungen und Errichtung der Barrikaden vom Fenster aus beobachten konnte.

In dieser Situation sehe ich noch heute Frau Dr. Genieva mutig und couragiert handeln, da sie die Verantwortung übernahm, eine Sonderausgabe einer regierungsunabhängigen Zeitung drucken zu lassen, die aktuelle Informationen  gegen die Putschisten beinhaltete, um die junge Demokratie in der gerade untergegangenen Sowjetunion zu retten, was den Umständen entsprechend hätte tödlich enden können.

Wie man weiß, war das Ergebnis der damals dramatischen Situation, die die Welt in Atem hielt, dass die demokratischen Kräfte sich durchsetzen konnten und somit Frau Dr. Ekaterina Genieva noch jahrzehntelang bis zu ihrem Tod positiv auf uns wirkte, da sie für Toleranz, Menschenwürde und einer offenen Gesellschaft, insbesondere in den vergangenen Jahren, zum Synonym wurde.

Gestern konnten wir in Moskau persönlich von Frau Dr. Genieva Abschied nehmen.

Wir verbeugen uns vor einer außerordentlich mutigen Frau, die unter anderem 2014 dem Goethe-Institut Moskau den Aleksander-Men-Preis verlieh und stets eine gerngesehene Partnerin bei den deutschen Kulturinstitutionen war.

Für das Goethe-Institut, die Kolleginnen und Kollegen aus Moskau

„Bibliotheksräume – real und digital“: Call for Papers für den 6. Bibliothekskongress in Leipzig veröffentlicht

Vom 14. bis 17. März 2016 veranstaltet Bibliothek und Information Deutschland (BID) e.V. im Congress Center Leipzig den 6. Bibliothekskongress unter dem Motto „Bibliotheksräume – real und digital“. Die Vortragsanmeldung ist noch bis zum 11. September 2015 möglich.

Der Kongress, der zugleich der 105. Deutsche Bibliothekartag ist, lädt zur Auseinandersetzung mit aktuellen Problemen und wichtigen Zukunftsfragen des Bibliotheks- und Informationssektors ein. Bibliothekspolitik und Fragen des Bibliotheksmanagements spielen dabei ebenso eine Rolle wie die Organisation des Wissens und das Design von Wissensräumen.
Gastland des Kongresses 2016 sind die USA.

>>> zum Call for Papers

>>> zur Kongress-Website

EBLIDA-Wahlen in Riga: BID-Vertreterin Barbara Lison Mitglied im Executive Committee

Bei den Wahlen zum EBLIDA-Vorstand (Executive-Committee) wurde die BID-Kandidatin Barbara Lison mit 105 Stimmen vom EBLIDA-Council in Riga gewählt. Neuer EBLIDA-Präsident ist Jukka Relander von der Finnish Library Association. Er löst den BID-Vertreter Klaus-Peter Böttger an der Spitze des Europäischen Dachverbandes ab.
Barbara Lison ist Leiterin der Stadtbibliothek Bremen und Mitglied des BID-Vorstandes. Auch auf der europäischen Bühne ist Lison bereits erfahren: Sie war zweimal Mitglied im Executive Committee und von 2006 bis 2009 Vizepräsidentin von EBLIDA.
Barbara Lisons Stellvertreter für die kommende Amtszeit ist Benjamin Blinten, Direktor der Bibliothek für Sozialwissenschaften und Osteuropastudien der Freien Universität Berlin.

Mehr zum 23. Annual EBLIDA Council Meeting und zur EBLIDA-NAPLE Conference mit live stream unter www.eblida.org

 

Ausschreibung „Librarian in Residence“ 2015: Digitalisierung von kulturellem Erbe

Im Rahmen des Programms „Librarian in Residence“ vergeben das Goethe-Institut New York und Bibliothek & Information International (BII) ein Stipendium an eine deutsche Fachkollegin oder einen Fachkollegen für einen dreiwöchigen Fachaufenthalt in den USA. Das Thema der Residency 2015 ist „Digitalisierung von kulturellem Erbe“.

Ziel des Programms ist es, deutschen Experten Gelegenheit zum Fachaustausch mit amerikanischen Partnern und Einblick in umfassende und innovative Projekte in den USA zu geben. Darüber hinaus sollen gesellschafts- und kulturpolitische und urheberrechtliche Aspekte sowie technologische Standards, aber auch die Herausforderungen und Chancen internationaler Zusammenarbeit und ggf. Finanzierungsmodelle von Digitalisierungsprojekten untersucht und diskutiert werden.
Weitere Informationen finden Sie auf
https://www.goethe.de/ins/us/de/sta/ney/uun/res.html
Bewerbungsschluss ist am 6. Mai 2015.

„Inspirationen 2015“: ekz-Gruppe begeistert zum zweiten Mal mit erfolgreicher Frühjahrsmesse

„Inspirationen 2015“ in Reutlingen

 

Als perfekter Ort für Innovationen und Austausch zeigte sich die ekz am 19. März 2015 bei ihrer Frühjahrsmesse „Inspirationen“. Bereits zum zweiten Mal kamen mehr als 150 Teilnehmer in Reutlingen zusammen, um Impulse fürs neue Bibliotheksjahr mitzunehmen.

„Neben den Service- und Produktinnovationen setzen wir bei unserer diesjährigen Frühjahrsmesse auf spannende Inhalte in unserem Vortragsprogramm mit hochkarätigen Experten“, betont ekz-Geschäftsführer Dr. Jörg Meyer. Themen wie „Morgenstadt“, „Gutenberggalaxis“, „Zukunftsrollen für Bibliotheken“ und „Lernen mit neuen Medien“ gaben den Besuchern Anregungen, wie Bibliotheken die Herausforderungen der kommenden Jahre meistern können. „Wir sind stolz, dass wir auch in diesem Jahr namhafte Referenten gewinnen konnten, deren Erkenntnisse aus anderen Fachgebieten auf die Bibliothekswelt übertragen werden können“, freut sich Andreas Mittrowann, Bibliothekarischer Direktor der ekz. So kamen die Vortragenden in diesem Jahr unter anderem aus den Bereichen Unternehmensberatung, Erziehungswissenschaft sowie Arbeitswirtschaft und Organisation.

Dipl.-Ing. Steffen Braun vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation warf in seinem Vortrag einen Blick auf die „Morgenstadt“: Wie gestalten sich Infrastrukturen, Architektur und urbaner Lebensraum in der Zukunft? Das Stichwort „Zukunft“ griff auch Tina Schurig auf, Studierende an der Stuttgarter Hochschule der Medien. In ihrer Bachelorarbeit hat sie Zukunftsrollen von Bibliotheken analysiert und dazu internationale Experten befragt. Sie verglich Sichtweisen in den USA, Dänemark, Finnland, Großbritannien, Singapur und Australien mit den Ergebnissen der ekz-Kundenbefragung 2014 und stellte fest, dass Bibliotheken in allen untersuchten Ländern an Findungsprozessen arbeiten, sich aber leichte Unterschiede in den Schwerpunkten der Rollen abzeichnen. Eine „Cross-Over“-Rolle mit der Funktion „Nahtstelle zwischen physischer und digitaler Welt“ lässt sich besonders in Dänemark und Finnland feststellen und einen „Vorsprung“ macht sie vor allem in den Ländern aus, in denen Bibliotheken eine große Wertschätzung genießen.

Die weiteren Vorträge setzten ihre Schwerpunkte auf die digitalen Entwicklungen im Medienbereich. Der renommierte Wissenschaftler Prof. Dr. Stefan Aufenanger von der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz stellte das aktuelle und künftige Lernen mit digitalen Medien in den Mittelpunkt seiner Ausführungen und abschließend machte sich Ehrhardt Heinold von der Hamburger Unternehmensberatung Heinold, Spiller & Partner daran, zusammen mit den Konferenzteilnehmern die Gutenberggalaxis zu vermessen. Er riet den Zuhörern, eine überzeugende Strategie für ihre Positionierung in der digitalen Welt zu entwickeln, bei der unter anderem klare Ziele, der lokale Standort, ein kundenorientiertes Medienangebot und ein durchdachtes Marketing ein überzeugendes Ganzes bilden.

Tina Goldammer, Leiterin Benutzungsmanagement der Stadtbibliothek Chemnitz zieht das Resümee: „Ich bin begeistert von der Inspirationen-Messe und vom Gesamt-Konzept sehr angetan. Die Verbindung von digitalen Dingen zum realen Leben und das Einbringen der Bibliothek in den städtischen Raum sind hier gut verknüpft worden. Ich finde es gut, dass der interdisziplinäre Schritt zu einem Architekten oder auch zum Fraunhofer-Institut gelungen ist, um auch mit zu beleuchten, wie sich die Stadt entwickelt.“ „Absolut erfrischend und für mich auch sehr motivierend“, findet Birgit König, Leiterin der Mediathek Lahr. „Diese Bürgerbeteiligung an die Bibliotheken heranzuziehen, das fand ich heute einen ganz tollen Aspekt, den ich gerne weitertragen möchte in den nächsten Jahren.“

„Ich habe die Vorträge sehr intensiv verfolgt und sie haben mir ausgesprochen gut gefallen“, freut sich Dr. Arne Ackermann, Direktor der Stadtbibliothek München. „Highlight war für mich das Thema ‚Morgenstadt‘, weil die Positionierung von Bibliotheken in einer Community für die Zukunft die entscheidende Frage ist.“ Und auch über die zukunftsfähige Gestaltung der Bibliotheksräume habe er praktische Anregungen erhalten, so Ackermann: „Wir haben heute diese Formel gehört: 70 Prozent Freiflächen, um Begegnungen zu ermöglichen, 30 Prozent für den Bestand. Das ist ein Konzept, das die ekz hier im Ausstellungsbereich schon konsequent umgesetzt hat!“

Zwischen den Vorträgen und Workshops informierten sich die Gäste über die innovative Produktwelt der ekz-Gruppe. Viele dieser Entwicklungen sind in enger Abstimmung mit den Bibliotheken entstanden und sollen ihnen die erfolgreiche Gestaltung der Zukunft ermöglichen. Ein zentrales Thema war hierbei die ganzheitliche Bibliotheksplanung. Sie reicht von der Beratung über die komplette Konzeption und Einrichtung bis hin zu einzelnen Möbelstücken. „Dabei beziehen wir gesellschaftliche Entwicklungen und Bibliothekstrends mit ein. So erfüllen wir auch neue Ansprüche an Bibliotheken, wie etwa die Schaffung von Lernräumen und von besonderer Aufenthaltsqualität“, erläutert Andreas Ptack, Leitung Bibliotheksausstattung bei der ekz, das Konzept. Beispiele hierfür waren natürlich auch auf der Frühjahrsmesse live zu sehen: abgetrennte Sitzecken, außergewöhnliche Einzelmöbel oder flexibel kombinierbare Arbeitsplätze – die Gäste nahmen gerne die Anregungen der ekz-Ausstattungsexperten mit nach Hause.

Ob verstellbarer Tablet-Halter oder Lernspielball für die interkulturelle Bibliotheksarbeit: Die ekz zeigte in Reutlingen auch zahlreiche innovative und praktischen Accessoires, die Alltägliches leichter machen – gerne mit Spaßfaktor! Pünktlich zur Hausmesse stellte die Nürnberger ekz-Tochter NORIS ebenfalls ihre neuen BiblioDiscpacks® für sechs oder acht DVDs vor.

Eine kleine Sensation hatte das Tochterunternehmen EasyCheck im Gepäck: Der Technologiespezialist stattete mit OPEN LIBRARY, seinem neuen System für die automatische Zutrittskontrolle, in Hamburg Deutschlands erste Selbstbedienungs-Bibliothek aus und berichtete über die Erfahrungen: „OPEN LIBRARY funktioniert dabei so einfach und sicher wie Bücher ausleihen am Selbstverbucher. In Hamburgs Stadtteil Finkenwerder ist das System bereits seit drei Monaten erfolgreich im Einsatz“, so Stefan Wahl, Geschäftsführer der EasyCheck.

Auch in der digitalen Bibliothekswelt entwickelt die ekz-Gruppe ihre Angebote zielgerichtet weiter: Die divibib zeigte eine Vorschau auf ihren neu gestalteten und optimierten Medienshop sowie auf den geplanten Relaunch der Onleihe. Als Partner für den „Kaufbutton“ präsentierte sich das Downloadportal sofortwelten.de. Passend dazu bot der ekz-Fortbildungsbereich eine Sprechstunde zu digitalen Medien und mobilen Geräten. Schule + Bibliothek lud ein zu Workshops rund um Angebote für Schulbibliotheken, wie etwa den AUDITORIX-Hörkoffer oder das LexiMobil.

„Inspirationen“ begeisterte mit seinem Mix aus hochwertigen Fachbeiträgen und Produktmesse auch in diesem Jahr wieder die Gäste. Die ekz konnte so an den erfolgreichen Auftakt der Veranstaltungsreihe im Jahr 2013 anknüpfen. Die nächsten „Inspirationen“ sind für das Frühjahr 2017 geplant.

Impressionen der Veranstaltung finden Sie auch auf Facebook und Flickr.

Ihr Ansprechpartner:
Andreas Mittrowann
Telefon 07121 144-111
Andreas.Mittrowann@ekz.de

Bibliotheksdirektor Dr. Klaus Ulrich Werner wird stellvertretender Sprecher der Deutschen Literaturkonferenz

Bei den Vorstandswahlen der Deutschen Literaturkonferenz am Rande der Leipziger Buchmesse wurde der Direktor der Philologischen Bibliothek der FU Berlin, Dr. Klaus Ulrich Werner, zum stellvertretenden Sprecher gewählt. Er löst damit Dr. Frank Simon-Ritz, Direktor der Universitätsbibliothek Weimar, ab, der nicht mehr zur Wiederwahl antrat.
Als Sprecherin der Literaturkonferenz wurde die Schriftstellerin Kathrin Schmidt in ihrem Amt bestätigt.
Die Deutsche Literaturkonfernez ist ein Zusammenschluss der am literarischen Leben in Deutschland maßgeblich beteiligten Verbände und Institutionen. Ihr Ziel ist die Förderung der Literatur und des literarischen Lebens in Deutschland.
Als stellvertretender Sprecher der Deutschen Literaturkonferenz ist Dr. Klaus Ulrich Werner auch Mitglied des Sprecherrats des Deutschen Kulturrats.