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Festakt zur Verleihung der Karl-Preusker-Medaille in der Bayerischen Staatsbibliothek


Foto: BID / HRSchulz

Die Karl-Preusker-Medaille 2017 wurde heute im Fürstensaal der Bayerischen Staatsbibliothek an die Leitende Bibliotheksdirektorin Dr. Claudia Fabian übergeben. Bibliothek und Information Deutschland würdigte in einem Festakt die großen Verdienste der Preisträgerin für die Erforschung und Sichtbarmachung des schriftlichen Kulturguts. Die Laudatio hielt Prof. Dr. Werner Suerbaum.

Karl Benjamin Preusker hätte sich zu seiner Zeit am heutigen Ort der Preisverleihung sehr wohlgefühlt, räsonierte Generaldirektor Klaus Ceynowa in seiner Begrüßungsansprache vor ca. 150 geladenen Gästen. Die Schätze des Hauses der Öffentlichkeit nutzbar zu machen, „in usum publicum“, so steht es in der Widmung im Rundbogen zum Marmorsaal am Ende des Treppenaufganges der Bayerischen Staatsbibliothek. Dies hätte Karl Benjamin Preusker gefallen und einen großen Anteil daran, dass dieser Leitgedanke auch heute noch tagtäglich in der Bayerischen Staatsbibliothek verwirklicht wird, hat Claudia Fabian.

Bereits durch ihr Wirken in der Katalogabteilung und als Leiterin der Benutzungsdienste hat sie einen entscheidenden Beitrag dazu geleistet, Benutzer und Bestände einander näher zu bringen, so Prof. Dr. Suerbaum in seiner Laudatio. Er, der sie bereits als Studentin und Promovendin betreute und danach dem damaligen Generaldirektor zur Aufnahme in die Bibliotheksschule empfahl, kam durch das bilaterale „hybride Projekt“ einer analog-digitalen Vergilausgabe vollends in den Genuss und Vorteil der Digitalisierungsstrategie der BSB, vorangetrieben und in diesem Fall auch umgesetzt von Claudia Fabian. Am Ende des „Pilotprojekts“ stand eine Buchpublikation, das „Handbuch der illustrierten Vergilausgaben 1502-1840“ und 4000 Vergil-Digitalisate, die fortan allen Benutzern der Bayerischen Staatsbibliothek weltweit zur Verfügung standen.

Im Alter vom Benutzer der BSB mehr zu ihrem Genießer geworden, gewannen die vielen von Claudia Fabian auf höchstem Niveau konzipierten Ausstellungen für den Laudator zunehmend an Bedeutung. Sie seien mit ihren bewundernswert detailreichen Katalogen nicht nur Dienst am kulturellen Erbe, sondern einfach auch Verführung zum Genießen. – Gelegenheit zum Besuch der aktuellen von Claudia Fabian konzipierten Ausstellung „Showcase“, deren Katalog Generaldirektor Ceynowa in seinem Grußwort als einen der besten des Hauses bezeichnete, gab es vor und nach der Preisverleihung. – Weiterlesen →

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Dr. Claudia Fabian erhält die Karl-Preusker-Medaille 2017

Der Dachverband der Bibliotheksverbände, Bib­lio­thek & Informati­on Deutschland (BID) e.V., verleiht die Karl-Preusker-Medaille 2017 an die Leitende Bibliotheksdirektorin Dr. Claudia Fabian, Leiterin der Abteilung Handschriften und Alte Drucke der Bayerischen Staats­bibliothek. Die Bun­des­vereini­gung würdigt damit Fabians herausra­gende Verdienste für die Erschließung, Erforschung und Sichtbar­machung des schriftli­chen Kulturguts vom Mittelalter bis in die neuste Zeit. Die Auszeich­nung wird am 29. September 2017 in der Bayerischen Staats­bibliothek verliehen.

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Leitende Bibliotheksdirektorin Dr. Claudia Fabian

In ihrer Begründung hebt die Jury hervor, dass Claudia Fabian nicht nur die wissenschaftliche Erschließung und Erforschung des schriftlichen Kulturerbes der Bayerischen Staatsbibliothek und seine sach- und zeit­gemäße Vermittlung und Vernetzung in nationalen und internationalen bibliothekarischen Kontexten verfolgt. Sie bringt dieses Erbe auch durch exzellent konzi­pierte Ausstellungen der Öffentlichkeit näher. Heraus­ragende Beispiele aus den letz­ten Jahren sind die Ausstellungen „Pracht auf Pergament“ (2012/13) und „Bilderwelten – Buchmalerei zwischen Mittelalter und Neuzeit“ (2016/17).

Durch ihre maßgebliche Beteiligung an dem von der Europäischen Kom­mission geförderten multinationalen Projekt „Europeana Regia – eine kollaborative digitale Bibliothek königlicher Handschriften“ hat sich Claudia Fabian international einen Namen gemacht. Das Projekt hatte die Digitalisierung, Erschließung und Online-Präsentation von mehr als 1000 herausragenden Handschriften ehemals königlicher Sammlun­gen aus Mittelalter und Renaissance zum Ziel.

Claudia Fabian ist in den einschlägigen internatio­nalen Gremien auf höchster Ebene aktiv, vor allem im Konsortium der europäischen For­schungsbibliotheken (CERL). Sie war bis Juli im Vorstand des Verbandes der europäischen wissenschaftlichen Biblio­theken (LIBER) und leitet dort das Forum für digitales Kulturerbe. Sie ist Mitglied der Sektion für Hand­schriften, das Alte Buch und Sondersamm­lungen (Rare Books and Special Collections) des inter­nationalen Biblio­theksverbandes IFLA. Als Refe­rentin und Autorin zahlreicher Fachbei­träge im weiten Umfeld „Altes Buch“ ist sie in besonderer Weise hervor­getreten.

Dr. Claudia Fabian wird die Karl-Preusker-Medaille am 29. September 2017 in der Bayerischen Staatsbibliothek entgegen­nehmen. Die Laudatio wird Prof. Dr. Werner Suerbaum, emeritierter Professor für Lateinische Philologie der Ludwig-Maximilians-Universität München, halten.

Die Karl-Preusker-Medaille erinnert an Karl Benjamin Preusker (1786-1871), der am 24. Oktober 1828 im sächsischen Großenhain eine Schul­bibliothek gründete, aus der wenig spä­ter die erste Öffentli­che Bibliothek in Deutschland her­vor­ging. Die Medaille wird seit 1996 an Personen und Institu­ti­onen verliehen, die den Kultur- und Bildungsauf­trag des Biblio­theks­wesens in heraus­ragender Weise fördern und unterstützen.

Zu den Persönlich­kei­ten, die bisher mit der Medaille ausge­zeichnet wur­den, gehören unter ande­rem Bundespräsident a. D. Horst Köhler, Ranga Yogeshwar und Paul Raabe. Weitere Informa­tionen zur Karl-Preusker-Medaille fin­den Sie im Internet unter www.bid.bideutschland.de/karl-preusker-medaille/.

Bibliothek & Information Deutschland (BID) e.V.
ist der Dachverband der Institutionen- und Personalverbände des Biblio­thekswesens und zent­raler Ein­richtungen der Kulturförderung in Deutschland. BID vertritt deren Gesamt­inte­ressen auf nationaler und europäischer Ebene sowie in internatio­nalen Gremien.

Kontakt:  Dr. Monika Braß, BID-Geschäftsführerin, Tel.: 030/644 98 99 20
E-Mail: bid@bideutschland.de, www.bideutschland.de.

Peter Schnitzlein, Bayerische Staatsbibliothek, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 089/28638-2429, E-Mail: presse@bsb-muenchen.de www.bsb-muenchen.de

 

 

Fotos von der Verleihung der Karl-Preusker-Medaille 2016

 

Festakt zur Verleihung der Karl-Preusker-Medaille im Zeughaus Wismar

Die Karl-Preusker-Medaille 2016 wurde gestern im Zeughaus Wismar an den Bürgermeister der Hansestadt Wismar, Thomas Beyer, verliehen. In einem Festakt würdigte Bibliothek und Information Deutschland das Engagement des Kommunalpolitikers und langjährigen Vorsitzenden des dbv-Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern. Die Laudatio hielt Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig.

Die Ministerin, die Thomas Beyer bereits aus ihrer Zeit als Kommunalpolitikerin kennt, wunderte sich in ihrer Laudatio, dass mit Thomas Beyer der erste Kommunalpolitiker überhaupt mit der Medaille ausgezeichnet wird, da es gerade in den Kommunen sehr viele engagierte Fürsprecher für Bibliotheken gäbe.
Ein herausragender Vertreter sei Thomas Beyer, der mit seinem Bibliotheksentwicklungskonzept und mit dem Onleihe-Verbund, dem mittlerweile mehr als 30 Bibliotheken angehören, eine zukunftsgerichtete Bibliotheksinfrastruktur für Mecklenburg-Vorpommern auf den Weg gebracht habe.
Ein Engagement für Bibliotheken und Bücher sei immer auch ein Engagement für soziale Gerechtigkeit und ein Engagement für Kinder, so die Ministerin.
Als Lesepate der Stiftung Lesen und als Begründer der Sommer-Leseclubs in Mecklenburg-Vorpommern habe sich Thomas Beyer in besonderer Weise für Kinder eingesetzt, wofür ihm die Ministerin persönlich dankte.

BID-Präsident Dr. Heinz-Jürgen Lorenzen betonte bei der Übergabe der Medaille unter welch schwierigen Rahmenbedingungen sich Thomas Beyer für den Erhalt kommunaler Bibliotheken eingesetzt habe. Auch die länderübergreifende Zusammenarbeit mit den Bibliotheken Westpommerns in Polen habe er wiederbelebt.

Sichtlich gerührt bedankte sich Thomas Beyer für die Auszeichnung, die eigentlich dem gesamten Landesverband gelte, der mit ihm in den letzten Jahren sehr engagiert zusammengearbeitet hatte.
Bibliotheken seien für ihn auch als reale Orte Kristallisationspunkte für Bildung – und zwar Bildung für alle als nierigschwelliges Angebot.

Dass dieses Konzept in der ebenfalls im Zeughaus beheimateten Stadtbibliothek Wismar bereits verwirklicht ist, wurde beim Bibliotheksrundgang mit Bibliotheksleiterin Uta Mach deutlich. In den Konferenzsälen des beeindruckenden historischen Dachgeschosses des Zeughauses fanden gerade Konversationskurse mit Geflüchteten statt. Deren Wunsch nach mehr Gelegenheit zum Sprechtraining war die Bibliothek ohne Zögern nachgekommen.

Der Festakt im historischen Veranstaltungssaal des Zeughauses wurde musikalisch begleitet von drei Musikerinnen der städtischen Musikschule, die Werke aus dem Barock von Giuseppe Sammartini und Giovanni Battista Fontana für Blockflöte und Cembalo zu Gehör brachten.

>>> zum Wortlaut der Laudatio

>>> zum Wortlaut der Dankesrede

 

Festakt zur Verleihung der Karl-Preusker-Medaille an Prof. Dr. Konrad Umlauf

Verleihung der Karl-Preusker-Medaille an Prof. Dr. Konrad Umlauf im Grimm-Zentrum der UniversitŠtsbibliothek der Humbold-UniversitŠt zu Berlin. Der PreistrŠger: Prof. Dr. Konrad Umlauf

Foto: Katrin Neuhauser

Bei einem Festakt im Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum der Humboldt-Universität zu Berlin wurde Prof. Dr. Konrad Umlauf am 30. Oktober mit der Karl-Preusker-Medaille ausgezeichnet. Bibliothek und Information Deutschland würdigte damit seine herausragenden Leistungen als Bibliothekswissenschaftler und -praktiker. Die Laudatio hielt Prof. em. Birgit Dankert.
Die Laudatorin betonte, dass Professor Umlauf in seinem Handeln in und für Bibliotheken von einer kulturpolitischen Programmatik geleitet ist. Er versteht die öffentliche Bibliothek als „Instrument des mündigen Bürgers“, die durch ein professionelles Bestandsmanagement und die Evaluierbarkeit ihrer Qualität den Erwartungen und Wünschen ihrer Benutzer Rechnung tragen muss.
Umlauf selbst erprobte dieses Konzept zunächst an der Amerika-Gedenkbibliothek und dann, während seines „schwäbischen Jahrzehnts“ (1983-1992), als Leiter der Stadtbibliotheken Ludwigsburg und Heilbronn. Seit seiner Berufung zum Universitätsprofessor 1992 wirkte er als erfolgreicher Hochschullehrer und Fachautor von mehr als 400 Publikationen. Er sei, so Dankert, für die Bibliothekarinnen und Bibliothekare  in der Praxis, wie für die Wissenschaft und den bibliothekarischen Zukunftsdiskurs immer der „verlässliche Pionier“, der „bibliothekarische Frontmann“ gewesen.

Professor Umlauf zeichnete in seiner Dankesrede ein kühnes Zukunftsbild der Bibliothek: Sie werde als Einrichtung ihre feste räumliche Gefügtheit verlieren, sich in einem „fluiden“ räumlichen Zusammenhang mit anderen Institutionen wiederfinden. Auch der bibliothekarische Beruf werde seine Bindung an die Bibliothek zunehmend verlieren. Während früher die Dienstleistungen der Bibliothekare im Vordergrund standen, werden es in Zukunft die Aktivitäten der Nutzer sein. Diese wiederum werden ebenso voneinander lernen und leihen wie sie dies bisher in Bezug auf die Bibliothek taten. „Die Medien der eigenen Bibliothek“, so Umlauf, „werden keine dominante Rolle spielen, weil Medien noch stärker als heute omnipräsent und frei zugänglich sein werden. Benutzer werden mehr Medien untereinander leihen und tauschen als aus der Bibliothek beziehen.“ Die Einhaltung ethischer Grundsätze werde in diesem Szenario an Bedeutung gewinnen.

Ralph Deifel, Vorstandsmitglied des Deutschen Bibliotheksverbandes, stellte in seinem Grußwort neue Entwicklungen der Kampagne „Netzwerk Bibliothek“ des dbv vor. Auf der Deutschlandkarte der Kampagne sind mittlerweile 520 Bibliotheken mit digitalen Angeboten verzeichnet. Nutzerinnen und Nutzer können sich so ein Bild von den digitalen Services ihrer Bibliotheken vor Ort und überregional machen. Deifel zog eine positive Bilanz der diesjährigen Aktionswoche, die mit der Preisverleihung zu Ende ging.

Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von Anna Barbara Kastelewicz (Violine) und Uwe Streibel (Klavier), die Werke aus der Zeit des Barock zu Gehör brachten.

Verleihung der Karl-Preusker-Medaille an Prof. Dr. Konrad Umlauf im Grimm-Zentrum der UniversitŠtsbibliothek der Humbold-UniversitŠt zu Berlin. v.l. Dr. Heinz-JŸrgen Lorenzen, Prof. Dr. Konrad Umlauf, Prof. em. Birgit Dankert, Prof. Dr. Andreas Degkwitz, Ralph Deifel

v.l. Dr. Heinz-JŸrgen Lorenzen, Prof. Dr. Konrad Umlauf, Prof. em. Birgit Dankert, Prof. Dr. Andreas Degkwitz, Ralph Deifel                           Foto: Katrin Neuhauser

Professor Dr. Konrad Umlauf erhält die Karl-Preusker-Medaille 2015

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Bibliothek & Information Deutschland (BID) e.V., verleiht die Karl-Preusker-Medaille 2015 an den renommierten Bibliothekswissenschaftler und –praktiker Professor Dr. Konrad Umlauf, der am bibliothekswissenschaftlichen Institut der Humboldt-Universität zu Berlin lehrt.
Die Bundesvereinigung würdigt damit Umlaufs herausragende Kompetenz in Theorie und Praxis des Bibliotheks- und Informationssektors. Die Auszeichnung wird am 30. Oktober im Grimm-Zentrum in Berlin verliehen.

>>> zum Wortlaut der Pressemitteilung

Karl-Preusker-Medaille 2014 an Thomas Feibel verliehen

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Die Karl-Preusker-Medaille 2014 wurde heute in der Bibliothek am Luisenbad in Berlin an den Medienexperten Thomas Feibel verliehen. In einem Festakt würdigte BID die Leistungen Feibels und sein Engagement für Bibliotheken auf dem Gebiet elektronischer Kindermedien. Die Laudatio hielt BID-Vizepräsidentin Kirsten Marschall.

 

Die Laudatorin betonte, dass Thomas Feibel als erster das Kriterium der Qualität in die Diskussion um Computersoftware für Kinder in Bibliotheken eingebracht habe. Feibels Engagement sei es zu verdanken, dass Computerspiele heute auf breiter Basis, aber dennoch mit hohem Qualitätsanspruch in Bibliotheken angeboten werden.

Thomas Feibel eröffnete in seiner launigen und  sehr persönlichen Rede, dass er eigentlich gelernter Bibliotheksassistent ist und seine Ausbildungsbibliothek ihm zwar den Zugang zur Literatur und Bildung eröffnet habe, nicht aber den zum Beruf.
Im Hinblick auf die neuen Medien forderte Feibel eine neue Lesefähigkeit, oder besser, je nach Medium, verschiedene Lesefähigkeiten für Kinder und Jugendliche. Dies sei um so wichtiger als die Privatsphäre der jungen Mediennutzer im Netz immer weniger geschützt sei und sie beispielsweise oft gar nicht mehr selbst bestimmen könnten, wann sie ein Computerspiel spielen möchten.
Für Bibliotheken sei Partizipation ein wichtiger neuer Trend. Kinder und Jugendliche sollten befähigt werden, selbst kreativ zu werden und Dinge selbst anzupacken in den Bibliotheken. Feibel ermunterte sogar die Bibliotheken, ihre Bücher selbst zu produzieren.

In einem Grußwort stellte der dbv-Vorsitzende Dr. Frank Simon-Ritz die neue Kampagne „Netzwerk Bibliothek“ des dbv vor. Sie soll dazu beitragen, dass Bibliotheken ihre digitalen Angebote sichtbar machen und auf einer Plattform präsentieren. Innerhalb weniger Tage seien bereits 2234 Veranstaltungen angemeldet worden.
Simon-Ritz betonte, dass Bibliotheken heute beliebt seien wie nie zuvor, da sie einerseits den Weg in die digitale Welt eröffneten, andererseits aber auch zunehmend als attraktive Räume für Kommunikation und Freizeitgestaltung wahrgenommen werden.

Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von dem Pianisten Johannes Kersthold, der neben eigenen Kompositionen eine Kostprobe elektroakustischer Musik auf dem iPad gab.

Medienexperte Thomas Feibel erhält die Karl-Preusker-Medaille 2014

Der Dachverband der Bibliotheksverbände, Bib­lio­thek & Informati­on Deutschland (BID) e.V., verleiht die Karl-Preusker-Medaille 2014 an den Journalisten, Kinderbuchautor und Medienexperten Thomas Feibel. Die Bundesvereinigung würdigt damit Feibels herausragendes Engagement im Bereich der Leseförde­rung und der Vermittlung elektronischer Medien für Kinder und Jugendliche. Die Auszeichnung wird am 31. Oktober in der Bibliothek am Luisenbad in Berlin übergeben.

Die vollständige Pressemitteilung finden Sie hier.

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Karl-Preusker-Medaille 2013 an Professor Bernhard Fabian verliehen

In einem Festakt an der Universitäts- und Landesbibliothek Münster überreichte BID-Präsident Dr. Heinz-Jürgen Lorenzen dem Anglisten und Buchwissenschaftler Professor Dr. Dr. h. c. Bernhard Fabian die diesjährige Karl-Preusker-Medaille. Mit seiner wegweisenden Studie „Buch, Bibliothek und geisteswissenschaftliche Forschung“  hatte der Preisträger in den achtziger Jahren einen Paradigmenwechsel in der Literaturversorgung der Geisteswissenschaften hervorgerufen.  Die Veranstaltung bildete zugleich den Abschluss der diesjährigen Aktionswoche „Treffpunkt Bibliothek“ des Deutschen Bibliotheksverbandes. Das Ensemble con moto brachte  Musikliteratur aus den Beständen der Bibliothek zu Gehör.

Während man bis in die achtziger Jahre hinein die Literaturversorgung nachfrageorientiert durch eine optimierte Fernleihe zu verbessern versucht hatte, machte Fabian die Notwendigkeit eines möglichst breiten Literaturangebots zum Ausgangspunkt seiner Überlegungen, so Dr. Michael Knoche in seiner Laudatio. Dem „glücklichen Zufall“ bei der Suche nach Literatur sollte durch ein umfangreiches Angebot an Literatur eine Chance gegeben werden. Verwirklicht wurde dieses Konzept durch die „Arbeitsgemeinschaft Sammlung Deutscher Drucke“, in der sechs Bibliotheken seit 1989 im kooperativen Verbund das gesamte deutschsprachige gedruckte Schrifttum aus der Zeit von 1450 bis heute sammeln und erschließen. Weiterlesen →

„Das Bibliothekswesen muss dringend besser gestellt werden“ – Interview mit Preusker-Preisträger Fabian

Obwohl er längst im Ruhestand ist, forscht der Anglist und Buchwissenschaftler Professor Dr. Dr. h.c. Bernhard Fabian noch immer zur kulturellen Überlieferung. Die Bibliotheken spielen seiner Meinung nach nicht nur bei diesem Thema eine zentrale Rolle. Sie werden auch in vielen anderen gesellschaftlichen Bereichen immer wichtiger. Morgen wird der Wissenschaftler mit der diesjährigen Karl-Preusker-Medaille ausgezeichnet.

Bibliotheken sind nach Meinung von Professor Fabian in vielen gesellschaftlichen Bereichen unersetzlich. So käme den Öffentlichen Bibliotheken im Bildungsbereich eine immer bedeutendere Rolle zu. Sie würden gebraucht, um Defizite bei der Vermittlung elementarer Kulturtechniken wie Lesen oder Textverständnis auszugleichen. Die wissenschaftlichen Bibliotheken leisteten einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Forschungsinfrastruktur.

Doch der Stellenwert, der Bibliotheken in Deutschland zukommt, sei beklagenswert, meint Professor Fabian. Das Bibliothekswesen insgesamt müsse im politischen und gesellschaftlichen Kontext dringend besser gestellt werden. Bibliotheken nicht länger zu vernachlässigen liege im Interesse der Zukunft des ganzen Landes.

>>> zum Wortlaut des Interviews